Kishon - Der Fuchs im Hühnerstall - Roman
Zustand; gebraucht, gut
Dieser Roma ist eine glänzende Satire auf den demokratischen Staat und die heutige politische Gesellschaft.
Durch den Besuch des bekannten Staatsmannes Dulnikker gerät das "letzte Dorf" Israels in den Strudel einer aufgeblähten Bürokratie. Dieses Kimmelquell, von dem noch nie jemand etwas hörte, das seine Post mit Brieftauben verschickt und nur durch den allmonatlichen Besuch des Tnuva-Lastwagens, der die Kümmelernte abholt, mit der Außenwelt verbunden ist, dieses Kimmelquell erfährt unversehens die ganze Absurdität einer modernen politischen und sozialen Organisation und Integration.
Wie die aufgeregten Hühner werden die friedlichen Bewohner durcheinandergescheucht. Aus Mitsbeeten und Waschzubern sprießt der neue Geist, und bald haben Barbier und Schuhflicker, ihre staatspolitische Verantwortung erkennend, das Unterste zuoberst gekehrt. Währenddessen üben sich Dulnikker und sein Sekretär im Landleben und hüten auf der Gemeindeweide die Kühe.
Das Werk des unermüdlichen Managers Dulnikker und seines organsierenden Sekretärs Zev wird schließlich von zweifelhaftem Erfolg gekrönt: Die Demokratisierung und kommunale Organisation Kimmelquells nehmen so unenthaltsam ihren Weg, daß Dulnikker und sein Sekretär nur mit knapper Not die Zivilisation auf einem dreitürigen Kleiderschrank erreichen.
Die amüsante Handlung birgt in ihren Situationen und Begebenheiten soviel Komik, daß der leser das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legt. Im Detail erkennt man unschwer den Kishon der Kurzsatire: Pointierte Witz legt auch hier liebevoll menschliche Unzulänglichkeiten bloß.